Thema Generationengerechtigkeit
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Einleitung
Die Politik von heute entscheidet maßgeblich über die Lebens- und Ausgangsbedingungen für junge und zukünftige Generationen. Trotzdem orientieren sich politische Entscheidungen viel zu oft am nächsten Wahlergebnis anstatt an einer langfristigen und zukunftsorientierten Entwicklung. Deswegen ist mir als jungem Kandidaten für den Deutschen Bundestag das Thema „Generationengerechtigkeit“ ein besonderes Herzensanliegen.
Generationengerechtigkeit ist kein einzelnes Thema, sondern vielmehr eine Herangehensweise an alle Themengebiete der Politik und deswegen unheimlich facettenreich. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Die Umweltpolitik entscheidet heute über die Verteilung von begrenzten natürlichen Ressourcen, die auch für künftige Generationen noch eine lebenswerte Umwelt und Lebensgrundlage bieten sollen. Die Bildungspolitik stellt heute die Weichen für den Arbeitsmarkt von morgen.
Zwei weitere Themen, die immer wieder im Zusammenhang mit Generationengerechtigkeit diskutiert werden sind Fragen der sozialen Sicherung und hierbei besonders die Altersvorsorge und die zunehmende Staatsverschuldung. Roman Herzog warnte in diesem Zusammenhang vor einiger Zeit vor einer „Rentner-Demokratie“. Diese eher medienwirksame Formulierung macht zwar auf die Problematik aufmerksam, gibt der Diskussion aber auch einen faden Beigeschmack. Denn entscheidend ist, deutlich zu machen, dass Generationengerechtigkeit kein Kampf der Generationen untereinander ist, sondern eine Fragestellung, die nur generationenübergreifend beantwortet werden kann. Es geht nicht darum, dass Jung und Alt gegeneinander kämpfen, sondern, dass ein gesundes Gleichgewicht für beide Seiten die meisten Vorteile mit sich bringt. Dazu gilt es den Dialog zwischen den Generationen zu fördern und politische Reformen zu wagen, die diesem Gleichgewicht gerecht werden.